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Sonntag, 15. Januar 2012
Entjungfert
Nach dem verkorksten letzten wird dieses sicher ein Jahr der Höhepunkte. Das habe ich schon in der Neujahrsnacht beschlossen, als ich mit Freunden aus der Marzipan- und der Marmeladenstadt auf den fetten Schlussstrich unter der 2011 anstieß. Mehr Aktivität steht auf meinem persönlichen Jahresplan, mehr Ausgleich zur Arbeit, mehr Zeit für mich und meine Kamera - beide haben im letzten Jahr ziemlich viel Staub angesetzt.
Das eine oder andere hat in den ersten beiden Januarwochen noch nicht so ganz funktioniert. Saisonbedingt fällt im Januar zum Beispiel immer unheimlich viel Arbeit an, weil neben dem neuen Jahr auch noch ein frisches Halbjahr und ein neues Vierteljahr beginnt, haufenweise Stichtage also, die jede Menge Arbeit mitbringen. Und so war ich in den letzten Tagen selten vor halb acht zu Hause. Dass die Tage schon wieder länger werden, bekommt man da nicht so richtig mit.
Das eine oder andere hat in den ersten beiden Januarwochen noch nicht so ganz funktioniert. Saisonbedingt fällt im Januar zum Beispiel immer unheimlich viel Arbeit an, weil neben dem neuen Jahr auch noch ein frisches Halbjahr und ein neues Vierteljahr beginnt, haufenweise Stichtage also, die jede Menge Arbeit mitbringen. Und so war ich in den letzten Tagen selten vor halb acht zu Hause. Dass die Tage schon wieder länger werden, bekommt man da nicht so richtig mit.
Was die Aktivitäten angeht, daran arbeite ich noch. Ich war erst einmal im Fitnessstudio, ansonsten konnte ich mich dank der vielen Arbeit erfolgreich drücken, ohne mein Gewissen allzu schlimm zu belasten. Ab kommendem Dienstag greife ich dann aber zusätzlich zum Schläger. Meine Freundin Betti schlug vor, alle zwei Wochen mit ihr Badminton zu spielen, was meinem guten Vorsatz sehr entgegenkommt. Ich freu mich drauf und war heute schonmal im Internet neue Sportklamotten shoppen.
Der gestrige Samstag hob sich von den vorangegangenen 13 Tagen durch massig Sonnenschein am blauen Winterhimmel ab. Na ja, "Winter" haben wir schon anders erlebt, von Schnee fehlt nach wie vor jede Spur. Aber immerhin ist es jetzt schön kalt und der lästige Regen hat eine Pause eingelegt. Ich packte also nach dem Aufstehen meine gute Laune, meine Kamera und meinen Freund ein, um meiner Lieblingsstadt einen Besuch abzustatten. Nach einem Zwischenstopp beim Bäcker fliegen wir über die Autobahn nach Hamburg.
Wie so oft führt uns der Weg in die HafenCity. Diesmal lassen wir allerdings Elbphilharmonie und Marco-Polo-Terrassen rechts liegen, denn das kennen wir nun schon. Stattdessen wagen wir uns weiter voran ins Überseequartier. Ich muss gestehen, dass das an mir völlig vorübergegangen ist. Bis zum Sumatra-Haus sind wir bisher gekommen, ahnungslos, dass die HafenCity dahinter bereits weitergeht! Zwischen zwei markanten Gebäuden betreten wir den Überseeboulevard, an dessen Ende die Elbe liegt. Wir sehen Reste der anscheinend pompösen Weihnachtsdekoration. Vorbei an Häusern, deren Namen an Kaffee und Tee erinnern, erreichen wir die uns bislang unbekannte Seite des Sumatra-Hauses. Es ist aus meiner Sicht einer der Vorzüge der HafenCity-Architektur, dass jedes Gebäude von jeder Seite anders aussieht und trotzdem unverwechselbar ist.
Zwischen all der modernen Baukunst steht das alte Hafenamt, das mit seiner historischen Architektur einen angenehmen Kontrapunkt bildet. Zur Zeit ist es von Plakaten umhüllt und entzog sich damit meiner Kamera. Während die Nordhälfte des Überseequartiers bereits fertiggestellt und belebt ist, ist der südliche Abschnitt noch komplett im Bau. Am Ende wird er westwärts durch das Kreuzfahrtterminal und ostseitig durch das Wissenschaftscenter flankiert werden, neben Marco-Polo-Tower und Elbphilharmonie weitere Eyecatcher direkt am Wasser.
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| Sumatra-Haus |
| Überseeboulevard (südwärts) |
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| Überseeboulevard (himmelwärts) |
| Überseeboulevard (nordwärts) |
Zwischen all der modernen Baukunst steht das alte Hafenamt, das mit seiner historischen Architektur einen angenehmen Kontrapunkt bildet. Zur Zeit ist es von Plakaten umhüllt und entzog sich damit meiner Kamera. Während die Nordhälfte des Überseequartiers bereits fertiggestellt und belebt ist, ist der südliche Abschnitt noch komplett im Bau. Am Ende wird er westwärts durch das Kreuzfahrtterminal und ostseitig durch das Wissenschaftscenter flankiert werden, neben Marco-Polo-Tower und Elbphilharmonie weitere Eyecatcher direkt am Wasser.
Nach diesem inspirierenden Ausflug haben wir uns einen Kaffee verdient und besuchen unseren Lieblings-Starbucks am spröden Rödingsmarkt. Hier gönnen wir unseren Füßen und unseren Augen eine Atempause, außerdem können wir uns so ein wenig aufwärmen.
Ein letztes Ziel haben wir noch, ehe wir wieder in die heimatliche Hansestadt zurückkehren. Als ich das letzte Mal vor dem Apple-Store am Jungfernstieg stand, war er noch komplett verhüllt und im Bau. Inzwischen ist er eröffnet und am gestrigen Abend stand ich staunend vor dem gläsernen Laden mit dem großen, leuchtenden Apfel. Als ich den Laden betrat, fühlte ich mich wie ein kleines Kind, das ein Spielzeugparadies betritt. Das erste Mal in einem der legendären Apple-Stores ist schon etwas besonderes. Überall hochmotivierte Verkäufer in blauen Pullis, haufenweise Menschen und überall Glas. Selbst die zentrale Treppe, die das erste mit dem zweiten Ladengeschoss verbindet, ist komplett aus Glas. Ach ja, und Apple-Produkte natürlich. Erstaunlich unauffällig befanden sich gefühlt viel weniger Produkte als Menschen in diesem Geschäft. Ich schnappte mir als erstes ein rotes Ledercover für mein iPad 2. Mein bisheriges ist aus Kunststoff und hellblau, auch schön, aber eben nicht rot. Und nicht aus Leder. Nun gut, die 69 Euro haben mich bisher brav davon abgehalten, es zu kaufen, aber dies ist der Apple-Store!
Ich habe das lederne iPad-Cover letztlich wieder zurückgelegt, kurz nachdem die Vernunft die Oberhand über die Begierde zurückgewann. Und so gingen wir aus dem Laden, seufzend, ohne etwas gekauft zu haben. Aber egal, wir können ja jederzeit wiederkommen...
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1 Kommentare:
Während ihr in HH gewesen seid, waren wir in HL.
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