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Freitag, 26. Februar 2010
Avatar
Am Freitag haben wir uns schon wieder einen Film angesehen, diesmal aber im Kino. Unser letzter Kinobesuch ist schon wieder eine ganze Weile her - über sieben Monate, um genau zu sein!
Nach einer kurzen SMS-Absprache mit meinem Engel machte ich mich am Freitagvormittag daran, an meinem Arbeitsplatz zwei Tickets über das Internet zu bestellen (das war viel schwieriger, als ich gedacht hatte und nur mit Trick 17, 18 und 19 zu schaffen).
Am Feierabend holte ich meinen Freund dann vom vereinbarten Treffpunkt ab, bevor wir in die Innenstadt fuhren, den blauen Wagen in einem Parkhaus abstellten und zum Kino liefen. Die Stadt war wieder gut besucht und wir waren froh, im Kino nicht an der Kasse anstehen zu müssen, weil ich die Tickets ja schon in der Firma ausgedruckt hatte. Am Popcorn-Stand gab es die 3D-Brillen (habe ich erwähnt, dass es sich um einen 3D-Film handelt?). Ich habe in meinem ganzen Leben bisher erst einen einzigen 3D-Film gesehen, und das war im Disneyland Paris vor einigen Jahren. Schon damals war ich tief beeindruckt.
Die Geschichte von Avatar ist recht einfach (Achtung Spoiler! Zum Lesen den Text im Kasten markieren):
Die Wissenschaftler unter der Leitung von Sigourney Weaver haben zwei Hybriden aus menschlicher DNA und dem Erbgut der Ureinwohner "hergestellt". Das sind die sogenannten Avatare. Mithilfe von Technologie, die wir nicht verstehen müssen, wird das Bewusstsein geschulter Probanden auf den vorgesehenen Avatar übertragen. Der Avatar funktioniert daraufhin wie eine äußerst lebendige Marionette und die Forscher können somit vermeintlich unbemerkt und gefahrlos in die Mitte des fremden Volkes gelangen. Einer der beiden Wissenschaftler, die den Avataren ihr Bewusstsein leihen sollen, kommt schon auf der Anreise ums Leben. Sein Zwillingsbruder ist Soldat in der militärischen Fraktion und wird - weil seine DNA mit der seines Bruders kompatibel ist - kurzerhand rekrutiert. Von den Wissenschaftlern erhält er den Auftrag, das Volk zu erkunden, ihr Vertrauen zu gewinnen und von ihnen zu lernen. Ziel des Militärs jedoch ist es, sich das Vertrauen der Wilden zu erschleichen, das Volk zu unterwandern und das heilige Tal auszukundschaften. Es kommt, wie es kommen muss: Der Mann (der seit geraumer Zeit an den Rollstuhl gefesselt ist) lernt seine neue Mobilität und auch das fremde Volk kennen und lieben. In der Rolle des Spions fühlt er sich immer unwohler, je mehr er von dem Volk und dessen spiritueller Identität lernt. Als das Militär beschließt, die Ausbeutung der Ressourcen zu beschleunigen und mit größter Gewalt in das Tal der Ureinwohner eindringt, stellt sich der Avatar auf die Seite seiner neuen Freunde. Doch gegen die gewaltige Kriegsmaschinerie können sie zunächst nichts ausrichten und das heilige Tal fällt einem gigantischen Angriff zum Opfer... |
Die Geschichte hat mich tief bewegt, auch wenn die Elemente sehr klassisch und keinesfalls neu sind. Ich habe mit den Figuren gelacht, war wütend auf verschiedene Charaktere und zeitweilig tief bestürzt. Die Umsetzung ist grandios gelungen. Von der Auswahl der Darsteller über die Kreation der Schauplätze bis hin zu der überwältigenden Tricktechnik (und ich spreche noch nicht vom 3D-Effekt) wurde hier erstklassig gearbeitet. Die Musik von James Horner nicht zu vergessen! An das räumliche Sehen mithilfe der Polarisationsbrillen musste ich mich anfangs gewöhnen (und ich halte die Technologie immer noch für ausbaufähig), aber es hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Gerade die wunderschöne Umgebung hat den Film zu einem optischen, akustischen und beinahe erfühlbaren Erlebnis gemacht. Einziger Wermutstropfen ist der Preis von 14 Euro (inkl. Brille), mit dem wir im Marzipankino aber noch ganz gut dran waren. Und wie erstaunt war ich, dass der Film (immerhin schon am 19. Dezember 2009 angelaufen) immer noch in zwei Sälen ausverkauft war!
Ach ja, nur für die Dokumentation: Der Schnee ist endlich geschmolzen! Seit dieser Woche herrscht Tauwetter und die dicken Eispanzer verlieren an Integrität und fließen ab. Morgen werde ich nach acht Wochen endlich mein Fahrrad wieder aus dem Keller holen, um damit zur Arbeit zu radeln...
Sonntag, 14. Februar 2010
Alles Gute kommt von oben
Seit ununterbrochen sechs Wochen liegt Schnee in der Marzipanstadt. An manchen Stellen ist er zu einer dunkelgrauen und salzigen Schlammmasse geschmolzen und an den Straßenrändern und auf Gehwegen kommt er als Gletscher daher. Überall sonst ist er noch sauber und weiß, zum Beispiel auf den Dächern ringsum oder in unserem Garten. Für die kommenden Tage ist weiterhin Schnee angesagt und Temperaturen bis minus zehn Grad. Schocken kann mich das nicht mehr, inzwischen ist das schon fast ganz normal. Eine kleine Veränderung bemerke ich aber schon: Selbst die hartgesottenen Winterliebhaber, die mir heute Nachmittag beim Eisbrechen über den Weg liefen, haben inzwischen die Faxen dicke! Es ist mir heute zumindest gelungen, den Gulli an unserer Straße freizuschlagen. Das salzige Schmelzwasser stürzte ungeduldig in die Tiefe, sobald der Weg frei war.
Gestern haben Engelchen und ich den Film "Oben" gesehen. Weil die echte Welt im Moment so schwarz-weiß daherkommt, brauchten wir mal wieder ein wenig Farbe. Der Film hat uns ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichte war wirklich witzig erzählt, die Figuren liebevoll kreiert und Farbe ohne Ende! Ein kurzweiliges Meisterwerk vom Dreamteam Walt Disney und Pixar um den rüstigen Rentner Mr. Fredricksen und seinem "jeden-Tag-eine-gute-Tat"-Pfadfinder Russell.
Dienstag, 9. Februar 2010
33
Es ist wieder so weit: Zum 33. Mal gedenke ich dem Tag meiner Geburt. Ich habe heute etwas Wesentliches gelernt: Wenn man über sein Alter jammert, sollte man das bei Leuten tun, die älter sind als man selbst. Dann bekommt man fast immer die Seele balsamiert mit den Worten: "So jung wär' ich auch gern nochmal...". Klappt wirklich super!
Meine Kollegen hatten dann am Nachmittag auch genug von mir und haben mich kurzerhand nach Hause geschickt und dazu meinen Geburtstag als Vorwand benutzt. Erschütternd.
Neben diversen Pinnwand-Einträgen in einem dieser freiwilligen Online-Personenregister und einigen telefonischen und sich kurz mitteilenden Gratulanten hatte ich eine Geburtstagskarte im Postkasten, so richtig mit Briefmarke und Handschrift. Geburtstage sind toll! Und wie sagte meine Schwester: 'Geburtstage sind gesund! Je mehr man hat, desto älter wird man.'
Samstag, 6. Februar 2010
Tempo!
Anfang Februar ist für meine Gesundheit offenbar ein gefährlicher Zeitpunkt. Auch in diesem Jahr hat es mich wieder pünktlich zum Beginn meines Geburtsmonats erwischt. Grässlicher Schnupfen, Gliederschmerzen und den ganzen Tag keine Energie, das muss eine ordentliche Erkältung sein. Am Donnerstag fing es mit Halsweh und Kopfschmerzen an. Den Tag im Büro verbrachte ich damit, meine offenen Fälle zu sortieren und zu beschriften, nur für alle Fälle. Am Freitag wurden die Schmerzen von Husten und Schnupfen abgelöst, nichts, was mich von der Arbeit abhält...
Es war einmal... das Leben (1986)
Jetzt ist Samstag und nach einem vorgezogenen Frühjahrsputz waren meine Kräfte für diesen Tag auch schon wieder verbraucht. Ich werde heute wohl früh schlafen gehen und darauf warten, dass mein Immunsystem das wieder in den Griff bekommt.
Ich wünsche allen gute Gesundheit!
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