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Samstag, 3. April 2010

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Am Karfreitag haben Engelchen und ich mal so richtig lange geschlafen. Die Sonne schien schon eine halbe Ewigkeit durch die weißen Stoffrollos vor unseren Schlafzimmerfenstern, als wir am späten Vormittag endlich unsere Betten verließen. Bei einem ebenso ausgiebigen Frühstück vor dem sonnigen Balkon beschlossen wir kurzerhand, die Hafencity in Hamburg zu besuchen. Ich finde das Voranschreiten des Projektes dort wahnsinnig interessant, insbesondere natürlich die Elbphilharmonie.

Und so war es zwar schon Nachmittag, als wir über die Autobahn in die benachbarte Hansestadt fuhren, aber die Sonne gab nach wie vor ihr Bestes (wenngleich es nur für elf Grad reichte). Wie üblich ließen wir das blaue Auto an der Horner Rennbahn zurück und überwanden den Rest der Strecke unterirdisch. Das Tageslicht erblickten wir erst wieder am Jungfernstieg, der zur Zeit ebenfalls als Großbaustelle von sich Reden macht. Hier entsteht nämlich der Endpunkt (oder der Anfang, je nach Standpunkt) der neuen U-Bahnlinie 4. Diese U-Bahn hat ihren Anfang (oder das Ende) mitten in der Hafencity.

Nachdem wir die Großbaustelle besichtigt und uns eine virtuelle U-Bahnfahrt auf der zukünftigen Strecke angesehen haben, fuhren wir weiter in die Hafencity. Am Baumwall stiegen wir wieder aus. Schon sahen wir, wie der Fortschritt des Elbphilharmonie-Bauwerks über die Speicherstadt aufragte. Wenn man die Baustelle mit dem Modell vergleicht, scheinen die Etagen vollzählig angelegt zu sein und sogar einige der insgesamt 1.200 geschwungenen Glasfenster sind bereits montiert.



Nur ein Stückchen weiter steht der Marco-Polo-Tower. Inzwischen ist er quasi fertiggestellt. Alle Stockwerke sind errichtet, die Fenster sind drin und ich glaube, in Kürze kann er bezogen werden. Unilever hat bereits den Gebäudekomplex zu Füßen des Towers vereinnahmt und in Betrieb genommen.




Bis hierher sind wir im letzten und im vorletzten Jahr schon gekommen. Aber jetzt geht es auch dahinter weiter. Das Überseequartier ist die nächste Großbaustelle, die sich mit großen Schritten entwickelt. Ende des Jahres dürften hier weitere Gebäude fertiggestellt sein, die der Hafencity ein Gesicht verleihen.


Kürzlich habe ich übrigens von Plänen gelesen, in Hamburg zusätzlich zu U- und S-Bahnen eine Stadtbahn einzuführen. Früher nannte man das Straßenbahn. Bin gespannt, ob und wie es damit weitergeht...

3 Kommentare:

Hans-Georg hat gesagt…

Liebe Ostergrüsse an die Trave!
Die Stadt in HH ist sehr umstritten weil sie viel Geld kosten wird, angeblich ca. 1 Mrd. Und man weiss ja, dass es dann doch immer wieder teurer wird. Es gibt wohl derzeit Tendenzen, dass sie nicht gebaut wird.
Die Elbphilharmonie ist wirklich der Hammer und ich freue mich auf den Tag, an dem ich dort mal ein Konzert hören kann.
Übrigens hatten wir gestern Abend einen Nachbarn zu Gast, der in einer Firma arbeitet, die zur Gruppe gehört, der auch die Firma angehört, die die berühmten Glasscheiben baut.
Übrigens: Wenn man eine Hafenrundfahrt macht, sieht die Hafencity total hässlich aus. Jedenfalls war das unser Eindruck im vorigen Jahr.

Lacarian hat gesagt…

Ja, das liebe Geld. Ich kann mir vorstellen, dass die Stadtbahn daran scheitern könnte, zumal Hamburg ja bereits ein sehr gutes Verkehrssystem hat.
Woran liegt es, dass die Hafencity vom Wasser aus so hässlich ist? Doch hoffentlich nur daran, dass man größtenteils auf eine Baustelle guckt? Der fertiggestellte Bauabschnitt ist im Vergleich mit der gesamten Fläche ja noch ziemlich klein. Ein großes Areal nimmt auch noch der Bau der U-Bahnhöfe ein. Wenn die von oben erst einmal verschlossen sind, kann es da weitergehen. Ich freu mich schon drauf und werde im Sommer sicher noch das eine oder andere Mal hinfahren. :-)

Hans-Georg hat gesagt…

Die Wasserfront mit Wohnungen und Büros ist total hässlich, wie gesagt, nach unserem Geschmack. Es sieht aus wie grosse Wohnhäuser in Arbeitervierteln in Spanien und farblich nicht gerade attraktiv. Bernd und ich sind gegenüber moderner Architektur sehr aufgeschlossen. Viel Glas und Stahl, sogar in Verbindung mit alten Gebäuden, mögen wir sehr. London ist da ein gutes Beispiel. Das, was wir gesehen haben, ist total langweilig. Schau doch einfach mal das letzte Bild an:
http://www.queergedacht.de/380/kleine-hafenrundfahrt

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