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Sonntag, 29. Januar 2012

postheadericon Willkommen Frühling

Einen Vorteil hat der Schnee ja: Es ist endlich mal richtig hell draußen (auch wenn die Helligkeit eher von unten als von oben kommt). Als ich heute MorMittag ganz vorsichtig die Augen öffnete, leuchtete es durch die hölzernen Lamellen der Schlafzimmerjalousie. Auf mir turnte bereits ein schneeweißer Kater, der sich für das ausgefallene Frühstück rächte und einen wirklich fiesen Blick draufhatte, als er es geschafft hatte, mich zu wecken. Es war aber auch wieder spät geworden gestern. So ein Wochenende ist manchmal ziemlich anstrengend.

Nachdem mich der Kater unter den Anfeuerungsrufen seines Bruders aus dem Bett gezerrt hatte, fiel mein Blick auf die kleine Tulpe, die ich vor wenigen Tagen angesichts der Wetterlage hereingeholt hatte:





Etwas widerwillig öffnete ich die Balkontür, um den frischen Tag hereinzuspülen und das kleine Vogelhäuschen mit Sonnenblumenkernen zu füllen. Der weiße Kater nutzte das für einen kleinen Spaziergang im Schnee, der allerdings ziemlich bald beendet wurde.


Freitag, 27. Januar 2012

postheadericon Knirschende Stiefel

Die meisten von uns hatten den Winter wohl bereits abgeschrieben, nachdem er uns bisher allenfalls die Laune verregnet hat. Heute Morgen dann die Überraschung, als ich die Holzjalousie vor der Balkontür lüftete: Es schneite ganz langsame, dicke Flocken, die sich auf Dächern und Gehwegen ganz leise zu weißem Flaum schichteten und auf dem Weg zur Arbeit unter den Stiefeln knirschten.

Mittwoch, 25. Januar 2012

postheadericon Lauter Sportsfreunde

Ja, ich weiß: Schon wieder Sport! Neben der Arbeit entwickelt sich das zu meiner Hauptbeschäftigung. Aber das ist ja nicht ganz verkehrt. Gestern war ich das zweite Mal beim Badminton, nachdem meine Bänderdehnung im rechten Fuß (oder was auch immer das war) am Sonntag endlich abgeklungen war.

Ich mach's kurz heute: Es war mörderisch anstrengend! Eine Kollegin unserer Betriebssportgruppe fragte uns, ob sie ein paar Tipps loswerden darf, sie hat uns spielen sehen. Tja, also, na klar, wieso auch nicht?! Gesagt, getan, und schon wurden wir von ihr aber sowas von über das Spielfeld gescheucht! Links, rechts, zur Mitte, nach vorn, wieder zurück, lange Bälle, kurze Bälle... Am Schluss gesellte sich noch eine vierte Spielerin zu uns, so dass wir unsere frisch erlernten Fähigkeiten gleich einsetzen konnten - mit Erfolg! Letztlich hatten wir einiges gelernt, zum Beispiel, dass man beim Badminton den Ball nicht von ganz hinten aufschlägt, unsere vielen Stellungsfehler (von denen wir ja gar nichts wussten) waren beseitigt und unsere Kondition - na gut, die war für den Abend erstmal dahin. Und obwohl wir nach gut zwei Stunden ziemlich erledigt waren, fühlten wir uns energiegeladen und auch ein bisschen stolz, durchgehalten zu haben.

A propos gesellig. Badminton-Spieler scheinen allgemein sehr nette Leute zu sein. Wenn wir ankommen, werden wir von einigen per Handschlag begrüßt, obwohl wir uns überhaupt nicht kennen. Wir sind einfach lauter Sportsfreunde.

Sonntag, 22. Januar 2012

postheadericon Das Schönste am Sport

Autsch! Einer meiner guten Vorsätze für das frische Jahr hat einen bedeutenden Nachteil: Er verursacht ungeheuren Muskelkater! Am Dienstag habe ich begonnen, Badminton mit meiner Freundin Betti zu spielen. Sie holte mich von der Arbeit ab und wir radelten gemeinsam zum „Johanneum“ in der östlichen Altstadt. Und dann: Flashback! Schon beim Betreten des Sporttraktes der alten Schule empfing mich ein Geruch, der mich in meine eigene Schulzeit zurückversetzte. Die Umkleideräume und die Sporthalle selbst sahen genauso aus, wie damals in meiner Schule - nur älter. In der Halle mit den vielen farbigen Linien auf dem Boden herrschte Hochbetrieb. Ich glaube, es waren zwölf Badminton-Netze gespannt und überall waren Spieler, die den Ball hin- und herschlugen. Ein Feld war noch frei, das nahmen wir uns. Zuerst ließ ich mir die Regeln erklären, ganz grob erstmal um zu wissen, welche Linien unsere waren, von wo man aufschlagen und wo man hinspielen musste. Dann folgte ein lockeres Hin und Her, von dem wir uns Schläger- und Ballgefühl erhofften. Von unserer Spieltechnik ermuntert wurden wir schon bald zu einem Doppel herausgefordert, das wir, die wir schon ziemlich außer Atem waren, gern annahmen. Betti und ich auf der einen und unsere Herausforderer auf der anderen Seite des Netzen begann ein Match, bei dem wir uns sogar ganz gut schlugen. Gewonnen haben wir nicht, aber fürs erste Mal gegen zwei erprobte Spieler war die Niederlage ermutigend knapp. An dieser Stelle hätten wir mit dem beinahe triumphalen Gefühl aufhören sollen, dann wäre es nicht zu dem erniedrigenden zweiten Doppel gegen zwei Anfänger gekommen, die uns sprichwörtlich vom Platz fegten.

Der Muskelkater hatte es eilig und wartete keine zwei Tage, wie sonst, sondern eine halbe Nacht, bevor er es sich bei mir so richtig bequem machte. Schmerzen im Schlag- und im Gegenarm, im Nacken - und im rechten Fuß, bei dem es sich aber eher nach einer Bänderdehnung anfühlte. Beim nächsten Mal sollte ich mich vielleicht mit dem Körpereinsatz etwas zurückhalten. Zwei Tage später, folglich am Donnerstag, stand der reguläre Besuch im Fitnessstudio auf dem Programm. Den guten Vorsätzen folgend (und auf mehr Fitness fürs Badminton hoffend) legte ich mich richtig ins Zeug. Das Aufbauprogramm absolvierte ich unter einem ausgewachsenen Muskelkater - aber tapfer! Während der letzten Male habe ich das Kardio-Programm stets konsequent ausgelassen, was sich am Dienstag dann ja auch deutlich ausgewirkt hat. Das habe ich mir zu Herzen genommen und mich am Ende noch eine halbe Stunde auf dem Fahrrad ausgetobt. 15 Kilometer später fühlten sich meine Beine etwas wackelig, mein Gewissen erleichtert und die Bänderdehnung im rechten Fuß frisch gestärkt an.

Gestern, zwei Tage danach, konnte ich nicht sitzen, stehen oder laufen, selbst liegen tat weh und ich lernte: Das Schönste am Sport ist das Jammern danach.


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